04.04.2012   |   MFA Persönlich

Als Praxis-Managerin ist Ihre Meinung gefragt

Ärzte erwarten von ihren Mitarbeiterinnen Initiative und Selbstvertrauen. Sind sie moderne Chefs legen sie auch Wert auf Kritik. Fällt es Ihnen schwer, Ihre Meinung klar zu äußern, auch wenn sie von der Ihres Chefs oder Ihrer Kolleginnen abweicht? Dann versuchen Sie es mal mit diesen Tipps - damit können Sie Ihren Standpunkt äußern ohne „anzuecken“:

Kritisieren Sie Situationen und Verhalten, wenn das notwendig ist, aber nie Personen. Machen Sie klar, dass es Ihnen nicht um eine Schuldzuweisung geht, sondern um die Sache. Statt „Sie haben mir nicht gesagt, dass ich mich um Patientin X kümmern soll“, klingt doch viel besser: „Wir müssen eine Regelung finden, dass ich immer über den Behandlungsablauf informiert bin.“

Warum ist es wichtig, hier Fingerspitzengefühl zu beweisen?

Ganz einfach: Die meisten Menschen nehmen auch Kritik an der Sache sehr schnell persönlich. Also geschickt formulieren: „... was halten Sie denn von der Idee, dass wir ...?“ anstatt: „Nein, Ihr Vorschlag ist schlecht!“

Der Ton macht die Musik. Reden Sie ruhig, überlegt und sachlich und in normaler Lautstärke.

Fakten zählen. Argumentieren Sie nicht emotional, sondern bleiben Sie präzise und sachlich. Wenn möglich, untermauern Sie Ihre Kritik oder Ideen mit Fakten. Tragen Sie diese zusammen und legen Sie diese Ihrem Chef vor.

Mein persönlicher Rat: Nehmen Sie es nicht persönlich, wenn Ihr Vorschlag abgelehnt wird. Und äußern Sie weiterhin konstruktive Kritik in Form von Verbesserungsvorschlägen, wenn Sie der Meinung sind, dass es etwas zu verbessern gibt. So zeigen Sie, dass Sie mitdenken und Verantwortung übernehmen.


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