10.10.2017   |   News, Praxismanagement

Aus Praxismanagement & QM aktuell: Einsatz von NäPas für Hausbesuche

Arbeiten Sie in einer Facharztpraxis? Dann dürfen Sie – wenn Sie als nichtärztliche Praxisassistentinnen (NäPa) ambulante Hausbesuche machen, diese seit 1. Juli 2017 abrechnen. Bislang wurden ausschließlich die Visiten von NäPas in Alten- und Pflegeheimen vergütet.

EBM: Zwei neue Ziffern

–– 38202 Zuschlag zu der Gebührenordnungsposition 38100 für den Besuch und die Betreuung durch einen qualifizierten nichtärztlichen Praxisassistenten in der Häuslichkeit des Patienten.

–– 38207 Zuschlag zu der Gebührenordnungsposition 38105 für den Besuch und die Betreuung eines weiteren Patienten durch einen qualifizierten nichtärztlichen Praxisassistenten in der Häuslichkeit. Die zwei neuen Zuschläge können nur von (bestimmten) Fachärzten berechnet werden (siehe EBM, Kapitel 38).

17,48 Euro für den Hausbesuch

Damit ist der Hausbesuch eines nichtärztlichen Praxisassistenten mit insgesamt 166 Punkten (17,48 Euro) bewertet, der Mitbesuch mit insgesamt 122 Punkten (12,85 Euro). Genauso viel erhalten Fachärzte, wenn ein Assistent Patienten in einem Pflegeheim aufsucht. Eine solche Konsultation ist bereits seit einem Jahr möglich.

Genehmigung erforderlich

Fachärzte, die Haus- und Pflegeheimbesuche an einen nichtärztlichen Praxisassistenten delegieren und abrechnen wollen, benötigen eine Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung. Dabei muss Ihr Chef erklären, dass er einen Assistenten mit mindestens 20 Wochenstunden beschäftigt und dieser über die geforderte Qualifikation und Erfahrung verfügt. Eine bestimmte Mindestanzahl von Hausbesuchen ist nicht erforderlich.

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