26.11.2015   |   Praxismanagement

Aus PRAXISMANAGERIN AKTUELL: Patientenverfügungsaufbau - Checkliste für Ihre Patienten

  • Kurze Einleitung mit Namen, Geburtsdatum und Wohnort *
  • Situationen, für die die Patientenverfügung gelten soll - möglichst konkrete Beispiele, ohne die Verfügung auf diese zu beschränken *
  • Ärztliche und pflegerische Maßnahmen, die vorgenommen werden sollen *
  • Wünsche zum Ort (zum Beispiel bestimmte Klinik/Pflegeheim/Hospiz) und zur Begleitung
  • Aussagen zur Verbindlichkeit, etwa: "Sollte sich ein Arzt weigern, möchte ich auf eine andere Station verlegt werden, wo meinem Willen entsprochen wird."
  • Hinweise auf weitere Vorsorgeverfügungen, zum Beispiel Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung, sowie die jeweiligen Bevollmächtigten/Betreuer
  • Aussagen zur Organspende
  • Schlussformel: "Soweit ich bestimmte Behandlungen wünsche oder ablehne, verzichte ich ausdrücklich auf eine (weitere) ärztliche Aufklärung." *
  • Schlussbemerkungen wie: "Ich bin mir des Inhalts und der Konsequenzen meiner getroffenen Entscheidungen bewusst. Ich habe die Patientenverfügung in eigener Verantwortung und ohne äußeren Druck erstellt und bin im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte."
  • Erklärung des Arztes/Bestätigung eines Notars zur Einwilligungsfähigkeit
  • Datum, Unterschrift - diese sind bei jeder Aktualisierung neu hinzuzufügen *
  • Anhang: Wertvorstellungen

* Diese Bestandteile muss jede Patientenverfügung enthalten. Die anderen Punkte sind zwar nicht verpflichtend, tragen aber zum Verständnis des Patientenwillens bei und helfen so den Ärzten und Angehörigen, den Wünschen des Patienten möglichst zu entsprechen.

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