10.12.2016   |   Arzthelferin/MFA News, Arzt News

Bessere Pflegeberatung und Schutz vor Betrug

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen künftig intensiver beraten und besser vor Pflegebetrug geschützt werden. Kernpunkte des dritten Pflegestärkungsgesetzes:

  • Beratung in der Pflege: Um das Netz der Beratungsstellen weiter auszubauen, sollen Kommunen für die Dauer von fünf Jahren ein Initiativrecht zur Einrichtung von Pflegestützpunkten erhalten. Darüber hinaus sollen auch die Kommunen künftig Beratungsgutscheine für eine Pflegeberatung einlösen und ergänzend zu ihren eigenen Aufgaben auch Bezieher von Pflegegeld beraten können, wenn diese das wünschen.
  • Zudem soll in bis zu 60 Landkreisen und kreisfreien Städten für die Dauer von fünf Jahren eine Beratung der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen aus einer Hand durch kommunale Beratungsstellen erprobt werden. Die Beratungsaufgaben der Pflegekassen gehen in diesem Fall auf die Kommunen über.
  • Bessere Abstimmung vor Ort: Die Pflegekassen werden verpflichtet, sich an Pflegeausschüssen zu beteiligen. Regionale Besonderheiten in der pflegerischen Versorgung sollen so künftig besser berücksichtigt werden können. Denn diese Gremien sollen unter anderem sicherstellen, dass es jeweils genug Pflege gibt.
  • Gegen Abrechnungsbetrug in der Pflege soll die gesetzliche Krankenversicherung ein systematisches Prüfrecht erhalten. Auch Pflegedienste, die ausschließlich Leistungen der häuslichen Krankenpflege im Auftrag der Krankenkassen erbringen, sollen zukünftig regelmäßig von den Qualitäts- und Abrechnungsprüfungen durch den Medizinischen Dienst erfasst werden. dpa

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